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Title: |
Ratgeberkommunikation und die mediale Konstruktion sexueller Selbstverhältnisse im "Blick" (1980-1995) und inaktuellen Internetforen |
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Address: |
Herr Prof. Philipp Sarasin Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Universität Zürich Rämistrasse 64 CH-8001 Zürich |
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Project Duration: |
10/1/2006 - 3/31/2008 |
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Amount Granted: |
CHF 198,669.00 |
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Funding Instrument: |
Project Support: Independent Basic Research
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Principal Applicant
Sarasin Philipp
Zürich
» Details
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Co-applicant(s)
Maasen Sabine
Basel
» Details
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Messerli Alfred Claudius
Zürich
» Details
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Research Institution
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Universität Zürich
Zürich
» Details
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University
University of Zurich
» Details
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Primary Discipline(s)
Swiss history
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Ratgeber, 1980-2004, Brief, Selbsttechniken, Sexualität, Diskursanalyse, Therapie, Gouvernementalität, Schweiz, Massenmedien, Gender
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Das Forschungsprojekt zur Ratgeberkolumne „Liebe Marta“ in der Schweizer Boulevard-Zeitung BLICK von 1980 bis 1995 und in deutschsprachigen Internet-Foren der Gegenwart berührt drei grosse Themenfelder in ihrer gegenseitigen Verschränkung: Erstens die Geschichte der Sexualität als Geschichte moderner Subjektivitäten und Geschlechterverhältnisse; zweitens die medialisierte (Psycho-)Therapeutik als Form, (post-)moderne Selbstverhältnisse zu erzeugen, und drittens die Geschichte der massenmedialen und der internetgestützten Diskursivität und der ihr zugrunde liegenden Schriftlichkeit. Das Projekt bearbeitet diese Themenkomplexe in vier Teilprojekten mit historisch, soziologisch, mediengeschichtlich und volkskundlich orientierten Fragestellungen. Das Untersuchungsmaterial besteht aus zwei Korpora: erstens – und schwergewichtig – dem Nachlass der ehemaligen Blick-Ratgeber-Kolumnistin Marta Emmenegger, der die Originalbriefe der Ratsuchenden, die Korrespondenz Emmeneggers mit diesen, ihre persönliche Notizen zu den Ratgeber-“Fällen“ sowie die Kolumne „Liebe Marta“ seit 1980 enthält und der uns vom Ringier-Verlag zur Verfügung gestellt wurde; zweitens Mate-rialien aus Internet-Beratungs- und -Ratgeberforen der Gegenwart, die den Vergleich zur Kommunikation in den Printmedien und die Analyse der Konsequenzen des Medienwandels ermöglichen. Die Hypothese, die an das Material herangetragen wird, lautet, dass sich Sexualität, Medialität und Subjektivität in der (Post-)Moderne auf vielfältige Weise im Modus des Therapeutischen verbinden. Die medialisierte Therapeutisierung transformiert dabei nicht nur das Verhältnis zur eigenen Sexualität, sondern im umfassenden Sinne auch das Verhältnis zu sich selbst: zum eigenen Körper, zu den Intimverhältnissen sowie zur Art und Weise, sich selbst zu führen und seine Geschlechtsidentität zu definieren. Die „Therapeutisierung sexueller Selbste“ (Maasen 1998) wurde in dem Masse, wie die Sexualität in unserer Kultur zunehmend an Bedeutung gewann, in der (Post-)Moderne zur umfas-senden „Selbst-Kultur“ ausgeweitet und zu einer zentralen Achse der auch politisch relevanten (Selbst-)Führung von Individuen. Das Forschungsvorhaben besteht aus vier Teilprojekten: TP 1: Sex sells. Die Kolumne „Liebe Marta“ und die mediale Konstruktion des Sexuellen im Blick 1980-1995; TP 2: Der traurige Sex. Subjektivität, Identität und Problematisierungen des ‚Sex’ in Briefen an eine Ratgeberin; TP 3: Die Leserbriefkolumne als Stimulus einer alltäglichen Schriftlichkeit. Autobiographisches Schreiben in Leserbriefen an die „Liebe Marta“ 1980-1995; TP 4: Vom Leserbrief zum virtuellen Rat: Zur Gouvernementalität medialisierter Selbst-Problematisierung.
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